40. SSW

40. SSW – Dein Baby erblickt bald das Licht der Welt

Jetzt dauert es nicht mehr lange. Am Ende des 3. Trimesters ist die Schwangerschaft fast überstanden. Das Baby ist voll entwickelt und macht sich bereit für die Geburt. Und auch die Mutter kann die ersten Anzeichen, die auf die einsetzende Geburt hinweisen, kaum noch erwarten.

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Foto: © Lushpix Illustration
Die Spannung steigt und wird manchmal zur Anspannung, denn das Gefühl, dass es nun jeden Moment losgehen könnte, macht viele Frauen nervös. Sie fiebern dem Moment entgegen, in dem sie ihr Baby endlich in die Arme schließen können und freuen sich darauf, die Strapazen der Schwangerschaft hinter sich zu lassen. Zur Vorfreude gesellt sich aber bei einigen Frauen auch die Angst vor der Geburt, die ein mulmiges Gefühl verursacht. Besonders wenn das Baby zum Ende der 40. SSW immer noch keine Anstalten macht, den Bauch der Mutter zu verlassen, beginnen sich manche werdende Mütter vielleicht zu sorgen. Doch Ruhe und Gelassenheit sind jetzt mehr denn je gefragt und fallen Hochschwangeren dank eines genialen Hormoncocktails im Blut auch besonders leicht. Schließlich müssen sowohl Mutter als auch Baby für die bevorstehende Geburt Kraft tanken. Und tatsächlich kommen nur die wenigsten Kinder auch am errechneten Termin zur Welt. Eine  Übertragung von bis zu 14 Tagen ist vollkommen normal. Alles, was einer werdenden Mutter jetzt zu tun bleibt, ist die Füße hochzulegen und darauf zu warten, dass das Baby bereit ist, auf die Welt zu kommen. urbia zeichnet nach, wie es Mutter und Kind in der 40. SSW geht.

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Wie geht es dem Baby in der 40. SSW.?

In der 40. und somit letzten offiziellen Schwangerschaftswoche ist das Baby etwa 38 Wochen alt. Es wächst täglich weiter, inklusive Haaren und Fingernägeln. Zudem speichert es Energiereserven für die ersten Tage nach der Geburt und seine Gliedmaßen werden noch rundlicher. Im Durchschnitt misst das Kind jetzt 51 Zentimeter und bringt ca. 3.400 Gramm auf die Waage. Der Umfang seines Kopfes beträgt etwa 35 Zentimeter. Die einzelnen Schädelplatten sind noch nicht komplett zusammengewachsen, sodass Zwischenräume in der Schädeldecke bestehen bleiben. Diese „soft spots” im Kopf des Kindes, die sogenannten Fontanellen, sorgen dafür, dass der Kopf die Kräfte, die bei der Geburt auf ihn wirken, gut ausgleichen kann und leicht verformbar bleibt, um bequemer durch den Geburtskanal zu kommen.

Das Baby ist nun vollständig entwickelt und bereitet sich auf die anstehende Geburt vor. Dazu gehört auch, dass es viel schläft, um seine Kräfte zu schonen. Bleibt es längere Zeit ruhig im Bauch, ist das kein Grund zur Besorgnis, sondern vielmehr ein Anzeichen dafür ist, dass es bald losgeht. Am Ende der Schwangerschaft, um die 40. SSW herum, begibt sich das Kind, sofern es das noch nicht getan hat, in die optimale Geburtsposition, indem es sich in das Becken der Mutter schiebt. Der Bauch der Mutter senkt sich, Vorwehen machen sich bemerkbar und die  Geburt steht kurz bevor.

Wie geht es der Mutter in der 40. SSW?

Auch wenn sie in der 40 SSW. noch keine Anzeichen für die Geburt wahrnimmt, sollte sich die werdende Mutter jetzt vor allem ausruhen und Energie für die bevorstehende Geburt tanken. Zudem ist es nun die letzte Gelegenheit, die verbliebenen Vorbereitungen für das Wochenbett zu treffen.

Während sich die Gedanken der meisten schwangeren Frauen in der 40. SSW darum drehen, wann die ersten Geburtsanzeichen einsetzen, fragen sich viele, wie sie diese überhaupt bemerken. Konkrete Anzeichen für die unmittelbar bevorstehende Geburt sind:

  • Der Bauch senkt sich, weil sich das Baby in die optimale Geburtsposition schiebt. Bei diesen Vorwehen wird der Bauch in unregelmäßigen Abständen hart.
  • Abgang des Schleimpfropfs, der die Gebärmutter vor Keimen geschützt hat. Der Schleimpfropf löst sich, bevor die ersten richtigen Wehen einsetzen – dies kann allerdings manchmal noch bis zu 14 Tage dauern.
  • Weitung des Gebärmutterhalskanals bei gleichzeitig nachlassenden Kindsbewegungen. Dies bedeutet meistens, dass die Wehen kurz bevorstehen.
  • Wehen: Die Geburtswehen unterscheiden sich von den Übungswehen durch ihre Intensität und Regelmäßigkeit. Dauern sie zwischen 20 und 60 Sekunden an und kehren alle 5 bis 7 Minuten wieder, handelt es sich um Geburtswehen. Zudem kann, anders als bei Übungswehen, auch ein warmes Bad die Schmerzen nicht lindern. Mit den Wehen einher gehen oft starke Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Muskelzittern und innere Unruhe.
  • Die Fruchtblase platzt. Bei 20 Prozent der Mütter kommt es zu einem vorzeitigen Blasensprung, also noch vor dem Einsetzen der Wehen. Jetzt heißt es: sofort in die Klinik, auch wenn die Wehen noch 12 bis 18 Stunden auf sich warten lassen können.

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Was, wenn in der 40. SSW keine Wehen einsetzen?

Wenn in der 40. SSW keine Wehen einsetzen und auch sonst keine Anzeichen auf die bevorstehende Geburt hindeuten, ist das noch kein Grund zur Sorge. Nur 4 Prozent der Kinder kommen zum errechneten Geburtstermin zur Welt, sodass 14 Tage mehr oder weniger völlig normal sind. Allerdings wird der Gesundheitszustand von Mutter und Kind nach der 40. Woche noch akribischer überwacht. Die Mutter muss jeden zweiten Tag, ab dem 10. Tag der Übertragung sogar täglich zur Untersuchung, um die Herztöne und die Bewegungen des Kindes sowie ihre Wehentätigkeit messen zu lassen. Erst gegen Ende der 42. SSW wird eine Einleitung der Geburt oder eventuell sogar ein Kaiserschnitt in Betracht gezogen.

Schwangeren, die in der 40. SSW keine Anzeichen für eine Geburt verspüren und den Wehen nachhelfen wollen, können dies zum Beispiel durch lange Spaziergänge erreichen, die den Druck auf den Muttermund verstärken, oder warme Bäder, die ebenfalls wehenfördernd wirken. Wenn auch das nicht hilft, dann bleibt nur, an die Geduld zu appellieren. Denn jetzt sind es wirklich nur noch wenige Tage, bis das neue Leben mit dem Nachwuchs beginnt.

Mehr zu den verschiedenen Anzeichen, die die Ankunft deines Babys ankündigen, liest du im Artikel „Geburt: Geht es jetzt los?”.

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