Bericht über eine Wannengeburt
Einfach optimal - eine Wassergeburt
"Einfach optimal" fand Kerstin Ackermann die Geburt ihres Babys in einer Gebärwanne mit warmem Wasser. Hier berichtet sie von ihren positiven Erfahrungen ihrer Wassergeburt.
Wehen oder nicht?
Es ist Februar und lausig kalt. Bei Kerstin Ackermann setzen eines Vormittages die Wehen ein. Das weiß sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, sie empfindet lediglich ein eigenartiges Ziehen im Bauch. Sie allein zu Hause, ihr Mann ist arbeiten. Unsicher, ob sie sich nun in die Klinik aufmachen soll oder nicht, ruft sie zunächst bei ihrer Freundin an, einer Ärztin, die selbst bereits ein Kind hat, das derzeit aber bei den Großeltern weilt. Zu Hause bleiben will Kerstin Ackermann nicht, in die Klinik will sie auch noch nicht, also macht sie sich auf den Weg zu ihrer Freundin.
Die beiden essen zunächst gemeinsam, gehen ein wenig spazieren und sehen sich im Fernsehen "Staatsanwälte küßt man nicht" an. Das eigenartige Ziehen im Bauch hört nicht auf, ist aber auch nicht regelmäßig. Ihre Freundin rät ihr, in die Wanne zu gehen. An eine Wassergeburt denkt zu diesem Zeitpunkt keine der beiden. "Eigentlich bin ich nur in die Wanne gegangen, weil wir wissen wollten, ob es nun wirklich Wehen sind. Hätte meine Freundin mir nicht zur Wanne geraten, wäre ich nie auf die Idee gekommen, wie gut mir das Wasser tut."
Danach ist alles klar: es sind Wehen. Sie kommen regelmäßig, aber in großen Abständen. Am Abend kommt auch der werdende Vater dazu und alle drei versammeln sich bei einem Glas Rotwein im Badezimmer der Freundin. Zu diesem Zeitpunkt ist Kerstin Ackermann schon kaum noch aus der Wanne herauszubekommen. "Gegen 22 Uhr wurde meine Freundin dann aber doch etwas nervös. Wir konnten die Hebamme nicht erreichen, die war bei einer anderen Geburt. Meine Freundin befürchtete wohl, ich würde jeden Moment bei ihr in der Wanne entbinden." Aber alles Zureden hilft nichts: Kerstin Ackermann weigert sich standhaft, die Wanne zu verlassen und die beiden anderen versuchen inzwischen ununterbrochen, die Hebamme zu erreichen.




