Frauenärzte warnen

Thrombosegefahr in der Schwangerschaft besonders hoch

Während der Schwangerschaft haben Frauen ein erhöhtes Risiko an einer Thrombose zu erkranken. Hier erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine mögliche Erkrankung hindeuten. Außerdem gibt es Tipps, wie werdende Mütter vorbeugen können.

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Schwangerschaft: Thrombose ist gefährlich

Schwangere Beine Kind Couch
Foto: © Panthermedia.net, Tobias Eble

Schwangere haben ein fünffach höheres Thrombose-Risiko gegenüber Frauen gleichen Alters, die kein Kind erwarten. „Werdende Mütter sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn ein Bein schmerzhaft anschwillt, sich bläulich-violett verfärbt oder die Wade extrem druckempfindlich wird", rät Dr. Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Weitere Hinweise auf eine mögliche Thrombose sind, dass die oberflächennahen Venen stärker mit Blut gefüllt sind und, dass sich die Haut im Bereich der Venen erwärmt. Im Liegen nehmen die Beschwerden meist ab."

Bei einer Thrombose bildet sich in einem Blutgefäß - meist der Beinvene - ein Blutgerinnsel, wodurch das Gefäß verengt oder verstopft werden kann. Besonders gefährlich ist dabei, dass sich Teile des Gerinnsels lösen können und über das Herz in die Lunge gelangen. Dort können sie die Lungenarterie blockieren und eine Lungenembolie hervorrufen. Die Sauerstoffversorgung der Lunge kann zum Erliegen kommen, wodurch das betroffene Gewebe geschädigt wird oder absterben kann. „Anzeichen für eine solche Embolie sind neben den genannten Symptomen am Bein auch Brustschmerzen sowie Atemnot und Übelkeit. Bei derartigen Beschwerden sollte der Notarzt gerufen werden", erklärt der niedergelassene Gynäkologe aus Steinbach.

Frauen, die bereits eine Thrombose während der Schwangerschaft hatten, haben bei einer neuerlichen Schwangerschaft ein erheblich höheres Risiko. Weitere Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel lassen das Gefährdungsrisiko noch weiter ansteigen. „Nach einem Kaiserschnitt ist die Gefahr einer Thrombose ebenfalls höher als nach einer natürlichen Entbindung. Um gegenzusteuern sind ausreichende Trinkmengen, möglichst viel Bewegung und gegebenenfalls Kompressionsstrümpfe sinnvoll", meint Dr. König. Eine Thrombose kann mit Hilfe von Ultraschall oder Kernspintomografie nachgewiesen werden. Die Therapie wird mit blutverdünnenden Medikamenten durchgeführt.

Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de

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