Interview mit einer Mutter

Stille Geburt

Katja Fortak bemerkte in der 34. Schwangerschaftswoche, dass sich ihr Baby nicht mehr bewegt. Im urbia-Interview sprach sie über die stille Geburt ihres toten Sohnes und die Zeit danach, weil sie es für Schwangere, aber auch für Menschen, die mit trauernden Eltern zu tun haben, bedeutsam findet, dieses Thema weder zu verdrängen noch zu tabuisieren.

von Petra Fleckenstein
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Frau Krankenhausbett Hand halten
Foto: © iStockphoto.com/ Claudiad

Plötzlich bewegte sich das Baby nicht mehr

urbia: Ihr Sohn Charlie ist tot zur Welt gekommen. Bitte erzählen Sie davon.

Am Freitag, den 1. Februar 2002, bemerkte ich gegen Mittag, dass sich mein Baby den ganzen Tag lang noch nicht bewegt hatte. Ich habe mit einigen Tricks versucht, unserem Charlie irgendeine Bewegung abzulocken. Obwohl es mir nicht gelang, dachte ich, es kann ja schon mal sein, dass sich der Kleine nicht bewegt. Außerdem dachte ich, dass ja auch kaum noch Platz im Bauch ist, ich war ja schließlich schon in der 34. Woche. Also versuchte ich, mich abzulenken und die Panik von mir zu schieben. Bis zum nächsten Tag tat sich aber wieder nichts. Trotzdem ging ich noch relativ ruhig zur Arbeit. Als sich gegen Abend aber immer noch nichts tat, beschlossen mein Mann und ich, doch mal ins Krankenhaus zu fahren, um ein CTG machen zu lassen.

Die Hebamme suchte ganz verzweifelt nach Charlies Herztönen, konnte aber einfach nichts finden. Ich konnte es nicht glauben, während mein Mann völlig verzweifelt und aufgelöst dasaß. Eine junge Ärztin nahm uns dann mit zum Ultraschall und Doppler. Doch auch sie konnte keine Lebenszeichen feststellen. Sie sagte aber lediglich, dass sie jetzt den Oberarzt holen werde, vielleicht würde er noch was entdecken. Ich hatte also immer noch Hoffnung und sträubte mich einfach gegen die Realität. Natürlich fand der Oberarzt auch kein Lebenszeichen und erst, als er sagte, "Ihr Baby lebt nicht mehr", begriff ich, was da gerade neben mir ablief. Mit einem Male ist meine ganze Welt zusammengebrochen! Der Arzt ließ uns einen Moment alleine und wir lagen uns erst mal weinend in den Armen. Nach einer Weile kam er wieder zu uns und erklärte uns, was jetzt passieren würde. Ich wollte per Kaiserschnitt dieses leblose Ding aus mir rausholen lassen. Denn in diesem Moment ekelte ich mich einfach nur davor! Der Gedanke, ein totes Baby in sich zu tragen, war einfach abscheulich! Doch so einfach war das nicht. Der Doktor erklärte uns, dass es für meine Gesundheit und vor allem für meine Psyche besser sei, das Baby auf normalem Wege zu gebären. Ich ließ mich also überzeugen und bin sehr, sehr dankbar dafür!

Wir bekamen wir im Krankenhaus ein Zimmer, das im Bereich des Kreißsaals lag. Man wollte uns damit vor den glücklichen Müttern mit ihren frischen Säuglingen "schützen". Ich bekam ein wehenförderndes Mittel eingelegt und sollte schlafen. Aufgrund der schnell kommenden Wehen wurde daraus aber so gut wie nichts. Am Morgen bekam ich noch einmal dieses Gel gelegt. Und wieder diese starken Schmerzen! Man pumpte mich regelrecht mit Schmerzmitteln zu, doch der Muttermund öffnete sich nicht wesentlich. So empfahl man mir die PDA, damit man mich an den Wehentropf hängen könnte. Kurz nachdem meine Eltern mittags eintrafen, legte man mir also die PDA und hängte mich an den Wehentropf. Der wirkte auch prompt, ebenso die PDA. Ich habe keine einzige Wehe gespürt, obwohl sie wohl teilweise recht stark waren. Ab 19.30 Uhr ging dann alles plötzlich ganz schnell. Ich hatte vier Preßwehen und dann war unser Sohn endlich da. Während der ganzen Prozedur waren meine Eltern, mein Mann natürlich und zum Schluß sogar meine Schwester im Kreißsaal anwesend. Als Charlie dann da war, weinten alle um mich herum, nur ich selbst konnte nicht weinen. Man nahm ihn mit in den Nachbarraum, um ihn zu waschen und anzuziehen. Wir wollten ihn ja schließlich sehen. Während dieser ganzen Zeit lag ich da völlig erschöpft und dachte immer nur "jetzt kommt sie gleich mit ihm wieder rein und dann schreit er, dann war alles nur ein Irrtum". Doch die Hebamme kam nicht mit meinem schreienden Sohn wieder.

Erst als ich unseren wunderschönen Sohn im Arm hatte, begriff ich wieder die Realität und die Tränen sind nur so gekullert! Und doch war es auf eine Art ein sehr schöner Moment. Ich durfte endlich mein Baby sehen, es halten, es fühlen und es riechen! Meine Schwester hat dann ein paar Fotos gemacht, die zu einem richtigen Heiligtum geworden sind. Danach verabschiedete sich meine Familie und wir hatten ein paar sehr traurige, aber auch schöne Stunden mit unserem Charlie. Wir hatten Zeit, uns von ihm zu verabschieden. Als ich ihn am nächsten Morgen allerdings noch einmal sehen wollte, war dies nicht mehr möglich.

Äußerlich war Charlie ein kerngesundes Baby, völlig normal entwickelt. Bei der anschließenden Obduktion ergaben sich auch keinerlei andere Ergebnisse. Die Todesursache lag an meiner Plazentainsuffizienz. Allerdings wusste niemand etwas davon, meine Schwangerschaft war ein Traum. Es war immer alles bestens. Der einzige, der etwas hätte bemerken können, war mein damaliger Frauenarzt. In der 30. SSW stellte er fest, dass Charlie den Entwicklungsstand eines Fötus in der 28. Woche hatte. Er ist aber nicht näher darauf eingegangen und fand das normal. Er notierte auch nichts und kontrollierte auch nach kurzer Zeit nicht noch einmal das Wachstum. Es ärgert uns, doch ändern können wir jetzt auch nichts mehr. Charlie wird durch nichts mehr lebendig und deshalb lassen wir es dabei.

Jetzt muss es mal langsam gut sein

urbia: Waren Sie in irgendeiner Weise auf ein solches Ereignis vorbereitet?

Auf so etwas war ich nie vorbereitet. In den ersten drei Monaten weiß man ja, dass noch was schief gehen kann. Doch zu so einem späten Zeitpunkt war so etwas überhaupt nicht möglich für uns. Wir haben uns etwas beruhigter zurückgelegt, als wir die 30. SSW überschritten hatten. Denn ab da überleben ja wohl alle Frühgeborenen. D.h. an eine Frühgeburt dachten wir schon eher, aber nicht an den Tod unseres Babys.

urbia: Wie hat Ihre Umwelt reagiert?

Eigentlich waren alle sehr geschockt. Im ersten Moment zumindest. Meine Familie war wie gesagt immer für uns da, hat uns bei allem geholfen. Auch bei unserem schwersten Gang, nämlich zum Bestatter, waren sie dabei, um uns zu stützen. Es war die beste Hilfe, die wir hatten.

Nach längerer Zeit, so etwa drei bis vier Monate später konnten wir allerdings dann schon die Unterschiede spüren, wie die Leute damit umgehen. Bei vielen, auch in der Familie meines Mannes, kam dann der Gedanke raus, jetzt müsste ja langsam mal gut sein, jetzt dürfe man sich ja nicht so gehen lassen und man müsste sich ja mal langsam verabschieden von dem Gedanken, ein Baby gehabt zu haben. Es ist eben tot und damit fertig! Ende! Das hat uns sehr sehr verärgert, und wir haben unsere Freundschaften sehr unter die Lupe genommen und aus einigen Freundschaften ist nur noch eine Bekanntschaft geworden.

Wir haben oft gemeinsam geweint

urbia: Welche Hilfe haben Sie erfahren? Zum Beispiel durch Freunde, Ärzte, Beratungsstellen, Bücher?

Von meinem damaligen Frauenarzt haben wir keinerlei Unterstützung, Hilfe oder Sonstiges bekommen. Rein gar nichts! Selbst, als ich während des Wochenbetts medizinische Hilfe gebraucht hätte, hat man mich vertröstet, weil man keine Zeit hatte. So bin ich wieder ins Krankenhaus zur Ambulanz gefahren, wo man mich ja schon kannte. Die Ärzte und Hebammen dort haben uns sehr geholfen. Sie waren alle sehr lieb und mitfühlend. Eine junge Ärztin empfahl mir das Buch "Gute Hoffnung - jähes Ende" von Hannah Lothrop. Das war mir auch eine große Hilfe, da ich da nachlesen konnte, dass meine Verzweiflung und Trauer ganz normal sind, dass ich nicht verrückt bin. Es hat mir auch sehr geholfen, den Schmerz anzunehmen und zu leben.
Eine weitere große Hilfe war für uns auch unser neuer Hausarzt. Er hat sich wirklich sehr um mich gekümmert, hat uns einen Termin bei Pro Familia gemacht, um psychologische Unterstützung zu bekommen. Wir waren dann dreimal dort, bis es uns nichts mehr brachte.

Die allergrößte Hilfe allerdings für mich war mein Mann! Er war wirklich immer für mich da, hat sich um mich gekümmert und sehr oft haben wir gemeinsam um unseren Sohn geweint. Dieses Erlebnis hat uns so sehr zusammengeschweißt, dass wir drei Monate nach Charlies Tod geheiratet haben.

Der Gang zum Friedhof hat mir sehr geholfen

urbia: Haben Sie sich medizinisch gut betreut gefühlt? Im Krankenhaus auf jeden Fall. Nur nachher nicht von meinem damaligen Frauenarzt. Ich habe ihn deshalb auch gewechselt.

urbia: Haben Sie sich mit dem Erlebten jemals einsam gefühlt?

Ja. Trotz der großen Hilfe meiner Familie und meines Mannes, habe ich mich teilweise sehr einsam gefühlt. Vor allem nach ca. drei bis vier Monaten. Dann war für die Umwelt wieder alles in Ordnung und kaum einer hatte noch Verständnis für mich. Selbst die Seite www.schmetterlingskinder.de konnte aus der Einsamkeit nicht heraus helfen. Da gibt es Foren für Frauen, deren Kinder während der Schwangerschaft, während der Geburt oder kurz nach der Geburt verstorben sind. Man kann sich dort mit den betroffenen Frauen austauschen.

urbia: Wer oder was konnte Ihnen in dieser Situation Trost spenden?

Trost gab mir hauptsächlich mein Mann. Aber auch ein kuscheliger Teddy, der für Charlie bestimmt war, gab mir Trost. Er hat etwa die Größe von Charlie. Auch der Gang zum Friedhof, um Charlie "zu besuchen" hat mir sehr geholfen. Es hat mich immer sehr beruhigt, die frische Luft und die Ruhe dort zu geniessen. Um alles auch besser verarbeiten zu können, half es mir auch sehr, ein Album mit allen Geschehnissen rund um Charlies Tod und Geburt anzulegen. Auch die Gestaltung einer eigenen Homepage für Charlie hat mir dabei sehr geholfen. Ich habe mich dabei immer etwas befreiter gefühlt.

Die Menschen müssen begreifen, dass dies immer wieder passiert

urbia: Wird das Thema Tod/bzw. Totgeburt ihrer Meinung nach Schwangeren ausreichend bekannt gemacht?

Nein, das denke ich nicht. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus muß ich leider sagen, dass immer wieder solche traurigen Themen von einer Schwangeren fern gehalten werden, um sie nicht zu beunruhigen.
Man liest zwar immer wieder, dass man zum Arzt gehen soll, wenn diese und jene Dinge während der Schwangerschaft auftreten, doch was eigentlich dahinter steckt, wird meiner Meinung nach verschwiegen. Wie gesagt, ich selber wusste bis dahin gar nicht, dass es so spät noch möglich ist, dass das Baby im Mutterleib stirbt. Ich habe mich auch mit vielen anderen betroffenen wie nicht-betroffenen Müttern darüber ausgetauscht und wir sind uns weitestgehend einig darüber, dass man dieses Thema einfach tabuisiert.

urbia: Was müsste sich Ihrer Meinung nach im Zusammenhang mit diesem Thema ändern?

Das wichtigste, was sich in den Köpfen der Menschen einfach ändern muß, ist, dass es einfach immer wieder passiert, dass ein Baby kurz vor seiner Geburt oder auch während der Geburt stirbt und dass das nicht so selten ist, wie man immer denkt. Trotz der weit entwickelten Technik in der Medizin. Ändern sollte sich auch in unserem Gesundheitssystem etwas. Es gibt nämlich auch die Fälle, die eben keine Zeichen für Abnormalitäten in der Schwangerschaft haben und trotzdem etwas nicht in Ordnung ist. Wenn man z.B. die einfachen Doppleruntersuchungen mit in die Vorsorgeuntersuchungen einbeziehen würde und dies nicht als freiwillige Untersuchung anbieten würde, könnten, denke ich, viele Totgeburten verhindert werden. Viel Leid und Schmerz könnte man damit verhindern.Ändern muß sich auf jeden Fall meiner Meinung nach, dass in keinem Schwangerschaftsratgeber dieses Thema erwähnt wird. Nur so kann man was gegen das Tabu tun. Auch in den Vorbereitungskursen darf dieses Thema nicht ausgelassen werden, auch wenn es vielleicht etwas beunruhigend ist. Aber ich denke, jede Schwangere sollte sich darüber im Klaren sein, dass bis zum Schluß immer etwas passieren kann, dass sich niemand davon frei sprechen kann.

Freunde, die sich nicht vor den eigenen Tränen scheuen

urbia: Der Umwelt von Trauernden wird oft vorgeworfen, sie interessiere sich zu wenig oder versuche mit oberflächlichen Floskeln wie "Vielleicht war es besser so" zu trösten. Welches Verhalten, bzw. welche Worte würden Sie sich von Ihren Freunden in dieser Situation wünschen?

Hilfreich sind Freunde, die sich nicht vor den eigenen Tränen scheuen, denn solche Erlebnisse gehen oft an das Herz von Freunden oder Bekannten, eigentlich von jedem, dem man diese Geschichte erzählt. Viele haben selber ein Problem damit, ihre Gefühle und ihre Tränen zu zeigen und somit schieben sie dieses Thema weit von sich. Es hilft sehr, wenn man Freunde hat, die einem tatkräftig zur Hand gehen. Denn wenn man an diesem schlimmsten Punkt angelangt ist, hat man keine Kraft für irgend etwas. Keine Kraft für den Haushalt, keine Kraft, um sich etwas zu Essen zu machen. Appetit hat man ja sowieso nicht. Doch wenn dann jemand kommt und einem schön den Tisch mit vielen leckeren Sachen deckt und dann zusammen ist und isst, dann ist das schon eine sehr große Hilfe.

Viele wissen auch gar nicht, was sie überhaupt dazu sagen sollen und gehen einem aus dem Weg. Das ist genau das Falsche! Man fühlt sich nur noch mehr einsam und auch bestraft. Besser wäre es, wenn diese Leute einfach sagen würden, es tut mir leid, ich weiß aber nicht, was ich dazu sagen soll. Damit kann man schon eher etwas anfangen und man weiß, woran man ist. Außerdem hilft es sehr, wenn man einfach wie ein normaler Mensch behandelt wird. Wenn man z.B. in einen Raum tritt und plötzlich totale Stille einkehrt, weil die Leute denken, man könnte mir weh tun, wenn gelacht wird. Da fühlt man sich wieder völlig ausgegrenzt. Dabei kann man auch in der Phase der tiefsten Trauer lachen und sich am Leben freuen.

Was mich jetzt noch oft stört, ist Folgendes. Ich arbeite in einem kleinen Optikergeschäft und die Kunden haben meine Schwangerschaft mitbekommen. Jetzt werde ich oft gefragt, warum ich schon wieder arbeite, ob mein Kind gut versorgt und untergebracht ist. Wenn ich dann erzähle, was passiert ist, dann entschuldigen sich erst mal alle dafür, dass sie gefragt haben. Sie denken immer, sie würden mir damit wieder besonders weh tun und ich wollte gar nicht darüber reden. Aber so ist es ja nicht. Natürlich gibt es dann immer wieder einen Stich mitten ins Herz, aber das gehört nun mal zu meinem Leben dazu, und ich bin manchmal sehr froh, wenn mich jemand danach fragt. Ich rede ja sehr gerne und auch sehr offen darüber. Deshalb finde ich diese Entschuldigungen immer etwas unpassend, zumal die meisten ja gar nicht wissen können, was passiert ist. Aber es ist wohl normal, dass man sich dafür entschuldigt.

Männer und Frauen trauern unterschiedlich

urbia: Was möchten Sie zu diesem Thema noch sagen, das bisher nicht zur Sprache kam?

Sehr erwähnenswert finde ich noch die unterschiedliche Trauer von Mann und Frau. Erst wenn Mann und Frau akzeptieren, dass ihre Trauerwege völlig verschieden sein können, können sie auch richtig miteinander umgehen und die Beziehung geht nicht daran zugrunde. Leider gehen nämlich etwa die Hälfte aller Beziehungen nach so einem tragischen Erlebnis auseinander. Meist einfach deshalb, weil das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz der Partner fehlt. Männer zeigen ihre Trauer kaum offen. Sie weinen im Inneren und tragen ihre Trauer kaum nach außen. Deshalb wird auch in der Gesellschaft davon ausgegangen, dass Männer so ein Erlebnis ganz einfach "wegstecken". Mein Mann wurde immer gefragt, wie es mir geht. Kaum einer hat mal gefragt, wie es ihm überhaupt geht. Für ihn war das immer noch schmerzlicher, weil ihm dadurch niemand seine Trauer zugestanden hat.

Es gibt da ein paar Zeilen aus Hannah Lothrops Buch, die ich hier gerne zitieren möchte:

Deine Tränen fließen in deinem Herzen, meine fließen über meine Wangen.
Deine Wut zeigt sich in deinen Gedanken und Bewegungen, meine galoppiert nach vorn, damit alle sie sehen können.
Deine Verzweiflung liegt in deinen matten Augen,meine zeigt sich in Zeile um Zeile, die ich niederschreibe.
Du trauerst um deinen Sohn, ich um mein Baby.
Wir trauern zu verschiedenen Zeiten.
Mit unterschiedlicher Länge, in unterschiedlicher Weise.
Aber wir sind trotzdem gleich, trotzdem eins, der Tod unseres Kindes ist uns beiden bewusst.