Schwangerschaft

Wie macht man Mädchen?

...oder doch einen Jungen? Volksweisheiten, Statistiken und Stellungen - was hilft zum Wunschgeschlecht? urbia räumt auf mit Ammenmärchen und Binsenweisheiten.

von Andrea Knipp-Selke
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Schwangere Bauch rosa Soeckchen panther MonkeybusinessImages
Foto: © panthermedia, Monkeybusiness Images

Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Diese Frage beschäftigt die Menschheit schon seit mehr als 4000 Jahren. Und mindestens ebenso lange versucht sie, auf die ein oder andere Weise das Geschlecht ihrer Nachkommen schon vor oder während der Zeugung fest zu legen – und ist dabei mehr oder minder erfolgreich.

Erste wissenschaftliche Untersuchungen über die menschliche Fortpflanzung haben die Ägypter um 2000 v. Chr. angestellt. Sie erkannten bereits die Bedeutung der Hoden für die Fortpflanzung und sie wussten auch, dass kastrierte Männer ihre Zeugungsfähigkeit verlieren. Ansonsten war das Wissen spärlich gesät. Rituale und Aberglauben prägten die Vorstellungen über Schwangerschaft und Geburt bis weit in das Mittelalter hinein. War eine Frau schwanger, wurde überall nach „Zeichen“ für das Geschlecht des Kindes gesucht. Der französische Historiker Jaques Gélis zitiert in einem seiner Werke folgende Volksweisheiten:

Wenn die Mutter:

  • Blühend und fröhlich ist
  • Rechts und hoch trägt
  • Jung und feurig ist
  • Ein frisches und feuchtes Temperament hat
  • Dann wird es ein Knabe.

Wenn die Mutter:

  • Blass und bedächtig ist
  • Links und tief trägt
  • Schon älter ist
  • Ein trockenes und warmes Temperament hat
  • Dann wird es ein Mädchen.