Häufiges Problem an Schulen
Erfolgreich gegen Mobbing
Mobbing ist ein massives Problem an Schulen und oft sehr schwer zu beenden. Wir stellen einen neuen erfolgreichen Ansatz vor, der die Täter, ohne sie zu bestrafen, konstruktiv in die Lösung des Mobbing-Problems einbezieht.
Wie ein Grundschüler ins Abseits geriet
Simon (8) kam nach einem Umzug in eine neue Schule. Während seiner ersten beiden Jahre an einer Kölner Grundschule war er in seiner Klasse nicht nur der beste Schüler, sondern auch äußerst beliebt gewesen. In der neuen Umgebung lief zunächst auch alles gut. Er begann, sich mit einem Jungen anzufreunden und schrieb sofort die beste Mathe-Arbeit. Da drehte sich plötzlich der Wind. Wenn er sich meldete, verdrehten einige Kinder die Augen oder tuschelten hinter seinem Rücken über ihn. Er sei ein Angeber, ein Besserwisser, hieß es immer häufiger. Simon, zwar ein guter Schüler, aber ein zurückhaltendes und schüchternes Kind, empfand angesichts dieser Wendung blankes Entsetzen und tiefe Verunsicherung. Auch der Junge, der fast sein Freund geworden wäre, wandte sich von ihm ab und stellte ihm mit zwei anderen Schülern regelmäßig in der Pause nach. Simon geriet in eine schwere Krise, zog sich zurück, wagte es nicht mehr, auf andere zuzugehen, wachte jede Nacht schweißgebadet auf und hatte plötzlich Angst alleine zu schlafen.
Eine verfahrene Situation. Wie die meisten Mobbing-Opfer schämte sich Simon so sehr über die Ablehnung, die er erfuhr, dass er zunächst niemandem von seinen Erlebnissen erzählte. Außerdem fürchtete er, seine Isolation könne sich noch vergrößern, wenn er „petzen“ und seine Eltern daraufhin aktiv eingreifen würden.

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