WHO/UNICEF-Initiative

Babyfreundliche Krankenhäuser

Mit persönlicher Beratung und Unterstützung bei Problemen will die Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" einen guten Start für die Bindung von Eltern und Baby und für die Still-Beziehung ermöglichen.

Autor: Andrea Lützenkirchen
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Für einen guten Start für Mutter und Baby

Baby Krankenhaus
Foto: © iStockphoto.com/ RapidEye

Erst 68 von rund 900 Geburtskliniken in Deutschland sind mit der Plakette "Babyfreundliches Krankenhaus" der gleichnamigen WHO/Unicef-Initiative ausgezeichnet worden, 120 Kliniken sind Mitglied der Initiative. Weltweit gibt es bereits 21.000 babyfreundliche Geburtskliniken in über 150 Ländern (alle Zahlen: Stand 2011).
Ziel der internationalen Initiative ist es, in den Krankenhäusern die Rahmenbedingungen für das Entstehen einer guten Eltern-Kind-Bindung (Bonding) und für das Stillen zu verbessern. Denn aus Mangel an Informationen stillen viele Mütter nicht oder greifen schon bei kleineren Problemen schnell zum Fläschchen. Auch den viel zu häufigen Fällen von Kindesmisshandlung soll die frühe Stärkung der Eltern-Kind-Bindung entgegenwirken.

Persönliche Stillberatung für junge Mütter

In den "Babyfreundlichen Krankenhäusern" wird jede Frau, die ihr Kind stillen möchte, ausführlich schriftlich und im persönlichen Kontakt zum Thema Stillen informiert. Das gesamte Personal auf der Entbindungsstation ist in der Stillberatung speziell geschult worden und kann die Mütter beim Stillen kompetent unterstützen. Viele Stillprobleme können so von vorneherein vermieden werden.

Um als "babyfreundlich" ausgezeichnet zu werden, müssen die Geburtskliniken darüber hinaus folgende Kriterien erfüllen:

  • Mütter müssen die Möglichkeit haben, ihr Kind innerhalb der ersten halben Stunde nach der Geburt anzulegen.
  • Den Müttern das korrekte Anlegen zeigen und ihnen erklären, wie sie ihre Milchproduktion aufrechterhalten können, auch im Falle einer Trennung von ihrem Kind.
  • Zugefüttert wird nur, wenn es medizinisch unumgänglich ist. Auch Zuckerlösungen sind nicht erlaubt.
  • 24-Stunden-Rooming-in ist die Regel.
  • Gestillt wird nach Bedarf.
  • Gestillte Kindern bekommen keinen Gummisauger oder Schnuller.

Auch nach der Entlassung werden die Mütter, z.B. durch Stillgruppen in der Klinik, beim Stillen unterstützt.

Weitere Informationen zur WHO/Unicef-Initiative finden Sie unter: www.babyfreundlich.org

Hier finden Sie die auch eine Liste der als "babyfreundlich" ausgezeichneten Krankenhäuser.

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