Online-Befragung von urbia und YouGov

Nur neun Prozent der Babys kommen pünktlich

Wie verlässlich ist der errechnete Geburtstermin? Das wollten wir in unserer Umfrage in Kooperation mit YouGov Deutschland wissen. Hier finden Sie die Ergebnisse.

Autor: Petra Fleckenstein
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Neugeborenes schlaeft
Foto: © Panthermedia, Michael Kempf

Der errechnete Geburtstermin ist natürlich für werdende Eltern von besonderem Zauber. Er lässt das Unvorstellbare konkret werden: "Am 4. Juni - mehr oder weniger - werde ich mein Baby im Arm halten! Wunderbar!" Wie genau aber ist auf diesen bedeutsamen Termin eigentlich Verlass? Wie viele Babys kommen wirklich exakt am errechneten Datum zur Welt?

Nur neun Prozent! So lautet das Ergebnis einer Online-Befragung, die urbia in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland durchführte. Mehr als 2.000 Mütter mit Kindern im Alter von bis zu sechs Jahren wurden zum Geburtstermin und zum Geburtsverlauf befragt.

Während also neun Prozent der Kinder ganz pünktlich das Licht der Welt erblickten, kamen 49 Prozent vor dem errechneten Termin und 42 Prozent nach dem Termin zur Welt. Die meisten Geburten wichen jedoch nur bis maximal zehn Tage vom errechneten Termin ab. Der Anteil tatsächlicher Frühgeburten im engeren Sinne (Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche) liegt der Umfrage zufolge bei etwa zwölf Prozent. "Spätgeburten" nach der vollendeten 42. Schwangerschaftswoche sind deutlich seltener.

Trotz der geringen Trefferquote von neun Prozent hat es mit dem errechneten Geburtstermin doch etwas Besonders auf sich. Denn an keinem Tag vor oder nach diesem Termin war eine höhere Trefferquote zu verzeichnen. So kamen zum Beispiel an einem Tag vor und einem Tag nach dem errechneten Geburtstermin nur etwa jeweils vier Prozent der Kinder zur Welt.

Für die meisten Geburten, die vor dem berechneten Geburtstermin stattfanden, wurde nach Angaben der Mütter keine besondere Ursache festgestellt. Bei jeder fünften verfrühten Geburt war eine konkrete Erkrankung oder Gefährdung der Mutter oder des Kindes maßgeblich. Selten genannte spezifische Gründe waren Mehrlingsgeburten oder äußere Umstände und Gefährdungen.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung bestätigt eine häufig benannte Entwicklung: Geburten ganz ohne den Einsatz medizinischer Maßnahmen werden immer seltener. 29 Prozent der Befragten brachten ihr Kind ganz ohne Einsatz operativer, mechanischer oder medikamentöser Hilfen zur Welt. Per geplantem Kaiserschnitt entbanden sieben Prozent der Mütter, im Verlauf der Geburt kam es bei 16 Prozent zur Sectio. Vom Einsatz wehenhemmender oder wehenfördernder Mittel berichteten 18 Prozent der Mütter.

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