Kinderbetreuung

Eine gute Alternative: Tagesmütter

Eine gute Tagesmutter ist Gold wert und leider nicht immer leicht zu finden. Was Sie bei der Suche, der Auswahl und der Eingewöhnung beachten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

von Andrea Lützenkirchen
Tagesmutter Kind
Foto: © iStockphoto.com/ artefy

Vorteile der Tagesfamilie

Spätestens, wenn Mütter von kleinen Kindern wieder berufstätig werden wollen oder müssen, überlegen sie sich, wie ihr Kind betreut werden soll. Da Krippenplätze bei uns rar sind, bietet die Betreuung im Haushalt einer Tagesmutter eine gute Alternative für die Zeit bis zum Kindergarten. Vorteilhaft ist hierbei, dass die Kinder in einem überschaubaren Kreis von Teilzeitgeschwistern aufwachsen.

Das Kind bleibt in der gewohnten familiären Welt. Sein sozialer Horizont wächst dabei, weil es die Aktivitäten und Besuche in der Tagesfamilie miterlebt. Außerdem ist es in der Tagespflege oft möglich, Abhol- und Bringzeiten bei Bedarf flexibel zu gestalten. Viele Tagesmütter sind auch bereit, ein - leicht - erkranktes Kind zu betreuen.

Ein Nachteil: Bei einem Ausfall der Tagesmutter ist guter Rat teuer. Eltern sind daher gut beraten, für diesen Fall bereits einen Notfallplan zu überlegen. Damit die ganze Sache gut klappt, sollte die Tagesmutter mit Bedacht ausgewählt und wichtige Punkte schon im Vorfeld abgesprochen werden.

Alter des Kindes

Wenn möglich, ist es natürlich hilfreich, die Wiederaufnahme des Berufslebens rechtzeitig zu planen. Das Deutsche Jugendinstitut fand in einer Studie heraus, dass es günstig ist, ein Kind vor dem ersten Geburtstag oder nach dem zweiten Lebensjahr in eine Fremdbetreuung zu geben. Entwicklungsbedingt fällt es vielen Kindern zwischen ein und zwei Jahren schwer, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen.

Wie finde ich eine Tagesmutter?

Tagesmütter findet man über:

  • das Jugendamt
  • Aushänge in Supermärkten
  • Freunde und Bekannte
  • das Internet z. B. laufstall.de
  • die Kartei des Tagesmütter-Bundesverbandes. (Telefon 0 21 51-1 54 15 90).
  • eine Anzeige in Zeitungen oder Aushänge auf schwarzen Brettern, wie z. B. im Kinder-Second-Hand-Laden.