Stillen

Richtiges Anlegen – so klappt's bestimmt

Beim Stillen ist für Mutter und Kind eigentlich nur eine Haltung die richtige: nämlich die bequemste. urbia gibt Ihnen in diesem Artikel viele Anregungen und Tipps, wie Sie es sich und ihrem Baby wirklich gemütlich machen können.

von Gabriele Möller
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Baby an Brust anlegen panther Juergen Priewe
Foto: © panthermedia.net/ Jürgen Priewe

Machen Sie es sich bequem

Das richtige Anlegen des Kindes macht die ganze Sache nicht nur bequemer und entspannter, sie ist auch die beste Vorbeugung gegen wunde Brustwarzen und Milchstaus durch unvollständige Entleerung der Brust.

Machen Sie es sich zum Stillen zunächst einmal selbst so richtig gemütlich. Vielleicht stellen Sie sich einen Stilltee bereit oder machen leise Musik an. Verzichten Sie aber auf die Glotze. Ihr Kind schaut Ihnen beim Stillen oft in die Augen, und es wäre schade, wenn Sie dann geistesabwesend in die Ferne starren. Stützen Sie den Rücken mit Kissen ab. Setzen Sie sich im Schneidersitz auf Couch, Bett oder Boden. Wenn Ihnen der Schneidersitz nicht recht liegt, benutzen Sie ein Fußbänkchen oder etwas ähnliches, damit Ihre Oberschenkel dem Kind Halt geben. Ob nun so oder so – auf jeden Fall gehört jetzt ein Kissen (z.B. Stillkissen, Sofakissen tun's aber auch) auf den Schoß. Nur so können Sie Ihr Kind ohne Kraftaufwand in den Armen halten, weil die Arme selbst aufliegen und gestützt werden. Jede Anstrengung beim Stillen schafft nämlich Verkrampfung – und die kann sogar den Milchfluss hemmen.

Wie muss das Baby denn nun liegen?

Halten Sie Ihr Baby so im Arm, dass es nicht den Kopf drehen muss, um an die Brust zu kommen. Seine ganze Vorderseite, Gesicht, Bauch und Beine müssen in dieselbe Richtung zeigen und Ihrem Körper zugewandt sein. Der Kopf liegt dabei in der Armbeuge der Mutter, das untere Ärmchen des Babys greift um ihre Taille. Mit der anderen Hand umfasst die Stillende den Po oder den Oberschenkel des Babys.

Jetzt kann’s endlich losgehen. Damit die Brustwarze vom Babymund optimal umfasst wird (wichtig gegen Wundheit), muss die Mutter das Baby nun mit dem Finger etwas am Mundwinkel kitzeln. Das Kind reagiert darauf bald reflexhaft mit dem weiten Öffnen des Mundes. Wiederholen Sie gegebenenfalls das Kitzeln. Erst wenn der Mund des Babys wirklich weit offen ist, können Sie Brustwarze samt Warzenhof rasch ganz in den Babymund schieben und das Kind gleichzeitig zu sich heranziehen. Die Kiefer des Kindes greifen nun weit um den Warzenhof herum. Die Unterlippe des Babies ist „heruntergeklappt“ und gut sichtbar, nicht eingezogen (Partner oder Säuglingsschwester anfangs bitten, mal kurz zu gucken, man selbst kann das nicht so gut sehen). Das Näschen Ihres Babies drückt jetzt leicht gegen Ihre Brust, aber keine Sorge, Ihr Kind bekommt trotzdem Luft.

Gegebenenfalls können Sie seinen Po noch näher zu sich heranziehen oder die Brust mit der stützenden Hand etwas anheben. Drücken Sie aber nicht mit dem Finger auf die Brust, um die Babynase freizumachen, dies klemmt den Fluss der Milch aus dem entsprechenden Bereich ab.

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