Ovulation

Ovulation – Wann sind meine fruchtbaren Tage?

Als Ovulation oder Eisprung bezeichnet man das Aufplatzen reifer Follikel in den Eierstöcken (Ovarien) einer Frau und die Freigabe einer Eizelle. Diese wird anschließend über den Eileiter in die Gebärmutter befördert. Der Vorgang dauert zirka 24 Stunden, nur in dieser Zeit kann eine Frau schwanger werden. Aus diesem Grund ist der Zeitpunkt der Ovulation für Paare mit Kinderwunsch ein wichtiger Faktor bei der Familienplanung.

Infografik Eisprung
Foto: © lom123 - Fotolia.com
Für Paare mit  Kinderwunsch kann es häufig nicht schnell genug gehen: Gleich beim ersten Versuch schwanger zu werden, das ist die Wunschvorstellung vieler Frauen. Doch nur bei einem Viertel der Paare erfüllt sich dieser Wunsch. Der Großteil (zirka 70 Prozent) muss neun Monate warten, bis sich eine Frucht erfolgreich einnistet. Seien Sie also unbesorgt, wenn es bei Ihnen ein wenig länger dauert. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg: Sex an den fruchtbaren Tagen. Denn eine Frau kann nur etwa 72 Stunden vor und 24 Stunden nach der Ovulation schwanger werden.

Natürliche Familienplanung oder Verhütung

Da Spermien mehrere Tage in der Gebärmutter überleben können und die Eizelle – sofern sie nicht befruchtet wird – nach 24 Stunden abstirbt, sollten Paare mit Kinderwunsch in diesem Zeitraum Sex haben. Ganz wichtig: Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf den Kinderwunsch und genießen Sie die Intimität mit Ihrem Partner. So vermeiden Sie, dass der  Sex nur noch Mittel zum Zweck ist. Wer hingegen eine natürliche Verhütungsmethode anwenden möchte, sollte in dieser Zeit auf Sex verzichten oder auf Barriere-Verhütungsmittel zurückgreifen.

Was passiert bei der Ovulation?

Der Eisprung wird wie die  Menstruation von Hormonen gesteuert. Der Anstieg des sogenannten luteinisierenden Hormons (LH) lässt einen reifen Follikel in der Gebärmutter anwachsen, bis er platzt. Nun liegt die Eizelle frei und kann vom Spermium befruchtet werden. Da das Zeitfenster für eine Empfängnis klein ist, versuchen Paare den genauen Zeitpunkt des Eisprungs durch verschiedene Methoden zu ermitteln. Wird die Eizelle nach der Ovulation nicht befruchtet, kann sie sich nicht in der Gebärmutter einnisten und stirbt schließlich ab. Die verdickte Gebärmutterschleimhaut wird dann mit der nächsten Menstruationsblutung ausgeschwemmt.

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So ermitteln Sie Ihren Eisprung

Ganz gleich, ob Sie den Zeitpunkt des Eisprungs für den Kinderwunsch ermitteln oder eine natürlichere Verhütungsmethode nutzen möchten, die Ovulation und die fruchtbaren Tage lassen sich durch körperliche Anzeichen, einen Ovulationstest oder einen Eisprungkalender zeitlich bestimmen.

Körperliche Anzeichen:

  • Beschaffenheit des Zervixschleims: Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Konsistenz des Zervixschleims die Chancen einer Empfängnis stark beeinflusst. Das Sekret dient an den unfruchtbaren Tagen als natürliche Barriere zur Abwehr von Krankheitserregern und Spermien. Es sitzt als zähflüssiger, klebriger Schleimpfropfen an der Öffnung des Muttermundes. Einige Tage vor und 24 Stunden nach der Ovulation wird er flüssiger, glasig und lässt sich zwischen den Fingern zu Fäden ziehen. Frauen sind nun fruchtbar, denn der Schleim ist so dünnflüssig, dass Spermien problemlos hindurchschwimmen können.
  • Basaltemperatur messen: Die Körpertemperatur, die ein Mensch morgens beim Aufwachen hat, bezeichnet man als Basaltemperatur. Sie ist unmittelbar nach der Ovulation um bis zu 0,5 Grad Celsius erhöht. Misst man die Temperatur regelmäßig, lassen sich die feinen Unterschiede feststellen.
  • Ovulation durch Blutung erkennen: Bei einigen Frauen kommt es beim Eisprung zu einer Mittel- oder Zwischenblutung. Die Blutung ist sehr schwach im Zervixschleim erkennbar und tritt höchstens bis zu drei Tage auf, in der Regel aber kürzer. Als Ursache vermuten Ärzte das starke Absinken des Östrogenspiegels unter die kritische Grenze, die zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut nötig ist. Tritt zum Zeitpunkt der Ovulation eine Blutung auf, gilt dies als Zeichen für die fruchtbaren Tage der Frau.
  • Mittelschmerz: Manche Frauen verspüren zum Zeitpunkt der Ovulation einen krampfartigen Schmerz im Unterbauch. Die Ursachen können vielfältig sein, beispielsweise das starke Wachstum des Follikels oder eine Reizung des Bauchfells durch die im platzenden Follikel enthaltene Flüssigkeit.

Ovulationstest

Ein  Ovulationstest ist eine praktische und vergleichsweise sichere Methode, den Zeitpunkt des Eisprungs zu ermitteln. Sie ist allerdings je nach Präparat auch etwas kostspieliger. Ovulationstests sind in der Apotheke oder Drogerie frei erhältlich und ähneln in der Anwendung Schwangerschaftstests. Ein Teststreifen misst die Menge des luteinisierenden Hormons im Urin. Da LH die Ovulation auslöst, ist ein erhöhter Wert des Botenstoffs ein sicheres Zeichen für den Eisprung.

Es wird empfohlen, den Text zwischen 10 und 20 Uhr durchzuführen, da das luteinisierende Hormon erst am Morgen gebildet wird. Führen Sie den Test immer zur selben Uhrzeit durch. Außerdem sollten Sie es vermeiden, zirka drei Stunden vor dem Test viel zu trinken. Die Flüssigkeitsmenge könnte die Konzentration des Hormons im Urin herabsetzen und das Ergebnis verfälschen.

Ovulation durch Kalender bestimmen

Auch die Beobachtung Ihres Zyklus gibt Aufschluss darüber, wann der Eisprung stattfinden könnte. Dazu ziehen Sie 14 Tage von Ihrer durchschnittlichen Zykluslänge ab. Die meisten Frauen haben ihren Eisprung 14 Tage vor der Menstruationsblutung, also in der Zyklusmitte.

Sie können zudem inzwischen viele Hilfsmittel verwenden: Ermitteln Sie Ihre Ovulation beispielsweise mit der  Kalender-App oder den Eisprung-Kalender von urbia.

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