Serie zur Pubertät: Teil 1

Hilfe! Mein Kind kommt in die Pubertät

Wenn Triebe sprießen und sich Wutausbrüche häufen, dann ist sie da - die Pubertät. In unserer vierteiligen Serie beleuchten wir die besonderen Herausvorderungen, die in dieser Zeit auf Eltern zukommen. Im ersten Teil geht es darum, was sich nun verändert.

von Heike Byn
Junge Pubertaet panther KNeudert
Foto: © panthermedia, Kati Neudert

Die Pubertät fordert Eltern und Kinder heraus

Wenn Triebe sprießen und Wutausbrüche sich häufen, dann ist sie da - die Pubertät. Sie verläuft zwar innerlich und äußerlich individuell, und doch irgendwie auch immer gleich, denn sie wird das Eltern-Kind-Verhältnis grundlegend verändern. Waren die Eltern bis gestern noch die Idole im Kinderleben, wird jetzt alles, was sie sagen und tun, in Frage gestellt. Die Zeiten, in denen Eltern bestimmten und Kinder gehorchten, sind damit endgültig vorbei.

Für Jugendliche sind es die Jahre der Ablösung, des Erwachsenwerdens. Für ihre Eltern beginnt eine Zeit, die ihre Gelassenheit auf eine schwere Probe stellt und in der sie starke Nerven brauchen. Es gibt aber auch Mütter und Väter, die sich über die neue Selbstständigkeit ihrer Kinder freuen und das reifende Menschenkind unter ihrem Dach mit einer Mischung aus Faszination und Neugier betrachten. So oder so: Die Pubertät lässt keine Eltern-Kind-Beziehung ungerührt und fordert nicht nur Teenager dazu heraus, ihren Standpunkt immer wieder neu zu bestimmen und eine neue Form im Umgang mit dem anderen zu suchen.