Stillen - so alt wie die Menschheit

Powerpaket Muttermilch

In den Zeiten, in denen Allergien auf dem Vormarsch sind, gilt für auch für die Muttermilch der Slogan: „Nie war sie so wertvoll wie heute“. Muttermilch ist einfach unschlagbar. Sie enthält alles, was Ihr Baby braucht und bietet viele weitere Vorteile für einen guten Start ins Leben.

von Gabriele Möller
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Baby an Brust panther Peter Mueller
Foto: © panthermedia.net/ Peter Müller

Muttermilch – das Original ist unschlagbar

Es gab Zeiten, da überließ frau das Stillen einer Amme, wenn sie es sich leisten konnte. Aus Angst um die eigene Figur, und aus der prüden Haltung heraus, Stillen sei etwas Anstößiges, irgendwie Animalisches. Heute würde – dem Himmel sei Dank – wohl niemand mehr auf diese Idee kommen. Stillen liegt im Trend – und das zu Recht. Auch wenn in den Drogerien meterlange Regale voller Ersatzmilch suggerieren, das Fläschchen sei ebenso gut wie die Brust, so ist die Pulvermilch immer noch lediglich die zweitbeste Wahl – eine unvollkommene Imitation der Muttermilch. Das Original bleibt unerreicht.

Natürlich werden auch Flaschenkinder glücklich groß, wenn sie genug Zuwendung bekommen. Und keine Mutter sollte sich von ihrer Umgebung zum Stillen nötigen lassen, wenn sie innere Vorbehalte dagegen hat oder traurig sein, falls sie aus medizinischen Gründen nicht stillen kann. Eben für diese Fälle ist die Pulvermilch eine akzeptable Alternative. Doch ein Blick auf die Vorteile der Muttermilch hilft vielleicht den bisher Unentschlossenen bei der Entscheidungsfindung.

Alleskönner in weiß

Die Muttermilch ist ein echtes Powerpaket und fast ein Alleskönner. Sie verändert mit fortschreitender Stillzeit ihre Zusammensetzung, um sich den Bedürfnissen des Babies anzupassen. Eiweiße, Fette, Milchzucker, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind immer optimal gemixt. Sie enthält aber auch Abwehrstoffe, sog. Lysozyme, die das Kind vor vielen Infekten schützen. Diese Abwehrstoffe nehmen sogar nach sechs Monaten weiter zu, damit das Kind auch im beginnenden Krabbelalter vor den Bakterien geschützt ist, mit denen es zunehmend in Kontakt kommt.

Auch körpereigene Abwehrstoffe der Mutter, die Immunglobuline, gelangen in die Milch und schützen das Kind z.B. vor Magen-Darm-Infekten und Atemwegserkrankungen. Diese Stoffe sind speziell auf die familiäre Umgebung der Mutter abgestimmt. Die Mutter kann bei Bedarf Antikörper bilden gegen Keime, die auch das Kind gefährden würden, und an das Kind weitergeben. Am höchsten konzentriert sind die Immunglobuline in der sog. Vormilch, dem Kolostrum, das in den ersten drei Tagen gebildet wird und nur in kleinen Mengen aufgenommen werden braucht.

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