Erkältungszeit überstehen

Baby bleib gesund

Babys sind für Erkältungen besonders anfällig, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Ganz vermeiden lassen sich die Infekte nicht. Doch mit ein paar kleinen Maßnahmen stehen die Chancen ganz gut, dass sich Triefnase und Co nicht zu oft einschleichen.

Autor: Janine Glugla
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Erkaeltung-Teaser
Foto: © Colourbox
  • Erkältungen entgegenwirken: Vom Hände waschen bis zum Einschlafritual 

 

Warm eingepackt

Babys sollten in den rauen Jahreszeiten immer so richtig muckelig warm sein? Das stimmt nur bedingt. Am besten ziehst du deinem Baby mehrere dünne Schichten übereinander an, um flexibel zu sein. Wenn sich der Nacken schwitzig anfühlt, sollte eine Schicht runter. Kleidung aus Naturmaterialien ist atmungsaktiv und deshalb besonders geeignet. Mützchen nicht vergessen!

Frischluft tut gut

Bloß nicht in überheizten Räumen verschanzen! Eine Runde an der frischen Luft beugt der Austrocknung der Schleimhäute vor und stärkt – es sei denn, dein Baby ist bereits erkältet und fiebert. Und auch zu Hause sollte regelmäßig gelüftet werden, allerdings ohne dein Baby Zugluft auszusetzen. Eine Temperatur zwischen 16 und 18 Grad reicht zum Schlafen vollkommen aus. Wenn sich ein Schnupfen ankündigt, erhöht ein nasses Handtuch über der Heizung die Luftfeuchtigkeit und lässt dein Baby besser atmen.

Optimale Bedingungen: Schlaf und Co

Bestimmte Faktoren begünstigen eine Erkältung. Dazu gehören zum Beispiel Stress oder ein unregelmäßiges Schlafverhalten. Nun sind Babys nicht gerade für einen regelmäßigen Schlaf bekannt. Doch Ruhe und Ausgeglichenheit der Eltern übertragen sich auch auf die Kleinen. Also schaltet, wenn möglich, einen Gang runter und pflegt gemeinsam ein ausgiebiges Einschlafritual. Ist dein Kind bereits ein wenig verschnupft, hilft ein leicht erhöhter Oberkörper, Schlaf zu finden. Dafür kannst du beispielsweise ein Kissen unter die Matratze schieben.

Eine rauchfreie Umgebung

Kinder aus Raucherhaushalten sind generell anfälliger für bestimmte Erkrankungen wie zum Beispiel Bronchitis. Und selbstverständlich tut Rauch auch im akuten Erkältungszustand ganz und gar nicht gut. Eine rauchfreie Umgebung ist in jeder Hinsicht gut für die Gesundheit deines Babys.

Stillen

Viele Frauen fragen sich, ob sie ihr Kind stillen dürfen, wenn sie selbst krank sind. Die Antwort ist eindeutig Ja. Die meisten Infektionskrankheiten sind kein Hindernis. Voll gestillte Kinder sind übrigens generell weniger krankheitsanfällig. Ist dein Baby krank, solltest du es besonders viel trinken lassen, damit die Schleimhäute gut durchfeuchtet werden können.

Wenn es dann doch passiert ist: Erleichterung verschaffen

Babys atmen fast ausschließlich durch die Nase, deshalb fällt ihnen mit Schnupfen das Atmen, Schlafen und Trinken besonders schwer. Die Befreiung des Näschens steht deshalb an erster Stelle. Mit einer Pipette in die Nase geträufelte physiologische Kochsalzlösung bringt meistens Erleichterung. Sie kann in kleinen Ampullen in der Apotheke gekauft, aber auch zu Hause (1 Liter Wasser und 9 g Kochsalz ohne Zusätze) hergestellt werden. Die Kochsalzlösung wirkt gleichzeitig abschwellend auf die Eustachische Röhre, einem Teil des Mittelohrs, und lindert so auch eventuelle Ohrenschmerzen.

Keine Panik

Es bricht einem das Herz, das kleine Wesen so zu sehen – verschnupft, erschöpft. Doch vergiss nicht, dass dein Baby auf diese Weise sein Immunsystem trainiert. Die hohe Anfälligkeit in diesem Alter ist ganz natürlich. Bis zu zwölf Infekte gelten als normal. Wenn jedoch Fieber über 38,5 Grad auftritt, solltest du einen Arzt aufsuchen.
 

Oh, oh, orale Phase

Sobald dein Baby etwas mobiler wird, steckt es sich immer mehr Dinge in den Mund. Das ist nicht weiter schlimm, doch bedenke, dass es kein Gefühl dafür hat, was durchaus mal angelutscht werden darf und was besser nicht. Dein benutztes Taschentuch wandert genauso in Babys Mund wie alles andere in Reichweite – und das Infektionsrisiko steigt. Also Augen auf!

Hände waschen nicht vergessen

Das A und O in der Erkältungszeit: Hygiene. Besonders das regelmäßige Händewaschen aller Personen im Haushalt kann helfen, die Übertragung von Erregern zu verhindern. Dabei neben den Handinnenflächen auch den Handrücken, die Fingerspitzen, die Fingerzwischenräume nicht vergessen.

Kuscheln, Küsschen, Krankheitserreger

Schnell mal den runtergefallenen Schnuller ablutschen, Küsschen hier und Küsschen da. Das ist zwischen Eltern und Kind ganz normal, doch die Forschung schwankt deutlich zwischen „viel zu gefährlich" und „gut fürs Immunsystem". Seid ihr selbst erkrankt, besser Küsse auf den Mund und allzu viel Speichelkontakt vermeiden. Kuscheln ist in den meisten Fällen aber erlaubt – weil's einfach gut tut.
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