Gute Vorsätze

Was Eltern sich vornehmen ... und oft über Bord werfen

Gute Vorsätze gehören zum Leben - besonders auch von (werdenden) Eltern. Allerdings werden viele der gut gemeinten Pläne im wahren Familienleben auch schnell wieder über Bord geworfen. Und das ist oft auch gut so.

von Petra Fleckenstein
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Eltern stolz Neugeborenes
Foto: © iStockphoto.com, micheldenijs

Ein Zeichen von Stärke

Sich Gedanken zu machen, Ziele zu setzen, zum Beispiel zum Jahreswechsel die berühmten guten Vorsätze zu fassen – das ist gut und typisch für fast alle Menschen, keine Frage. Und ganz besonders beliebt ist es unter (werdenden) Eltern. Wer hätte nicht früher beim Anblick eines brüllenden Kindes im Supermarkt siegesgewiss den Gedanken gehegt: "Meins wird bestimmt nicht so, dafür werde ich schon sorgen!" Oder sich vorgenommen, das eigene Kind niemals so anzupflaumen, wie die etwas ungepflegt wirkende Mutter kürzlich, als ihr Dreikäsehoch plötzlich auf die Straße laufen wollte. Apropos ungepflegt. Auch das zählt zu den Hits unter den guten Vorsätzen werdender Mütter: "So werd ich mich bestimmt nie gehen lassen. Mich ein bisschen schick machen muss auch drin sein, wenn ich Mutter geworden bin." Gute Vorsätze – und was schließlich im grauen (oder auch höchst bunten) Alltag aus ihnen wird, ist also ein besonderes Kapitel. Dass sie oft über Bord geworfen werden, muss jedoch keineswegs als Armutszeugnis, Schwäche oder Zeichen peinlicher Inkonsequenz gedeutet werden. Es zeigt einfach, dass Menschen in der Lage sind und es sein müssen, ihre Wünsche, Ziele und Vorstellungen der Wirklichkeit und ihren Anforderungen immer wieder anzupassen - und drückt damit also gewissermaßen sogar eine menschliche Stärke aus. In diesem Sinne, hier einige weitere typische Vorsätze, die der Realität des Familienalltags gern zum Opfer fallen: