Treffpunkt Esstisch
Gemeinsam essen stärkt Familien
Eine gemeinsame Mahlzeit, zu der sich die ganze Familie einfindet, bedeutet mehr als nur zusammen den Hunger zu stillen. Der Treffpunkt Esstisch als täglicher Fixpunkt schafft auch Zeit für Gespräche und verbessert maßgeblich das Familienklima.
Ein Stück Pizza vor der Flimmerkiste
Ein Stück Tiefkühlpizza in der einen, ein Glas Cola in der anderen Hand, die Füße hochgelegt und die Flimmerkiste an – so scheint ein Großteil der Kinder heute die Mahlzeiten einzunehmen. Tatsächlich gibt es Familien, in denen jeder für sich allein isst (und ist). Doch ganz so schlimm ist es meist doch noch nicht: „Das Essen hat nach wie vor einen hohen sozialen und kommunikativen Stellenwert“, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem aktuellen Ernährungsbericht fest. Möglichst oft gemeinsam zu essen, ist für viele Familien also immer noch ganz wichtig – wenn es der Terminkalender zulässt. Sind dann alle beim Essen versammelt, sollten Freude und Essgenuss mit am Tisch sitzen. Manchmal jedoch verwandelt sich der Esstisch in den familiären Krisenherd Nummer eins. urbia beleuchtet diesen ganz besonderen "Runden Tisch": Warum er so wichtig ist und wie man es schafft, dass er zum Ort des Wohlfühlens für große und kleine Leute wird.
Der Esstisch als Ruhepol im Alltagskarussell
Bis im 19. Jahrhundert die Industrialisierung viele Eltern in die Fabriken zwang, hatte sich die Familie dreimal am Tag rund um den Tisch versammelt, um gemeinsam aus einer großen Schüssel zu löffeln. Heute sind oft fast alle Familienmitglieder ganztägig außer Haus: In Kindergarten, Hort oder Schule und bei der Arbeit. "Wenigstens einmal täglich sollte aber die ganze Familie rund um denselben Tisch sitzen und zusammen essen", rät Ernährungsberaterin Silke Restemeyer von der DGE. "Denn hier geht es ja nicht nur ums Essen, sondern um einen festen Treffpunkt, um Gespräch und Austausch." Praktischerweise findet dieses gemeinsame Essen überwiegend abends statt: "Dem Abendessen als Familientreffpunkt wird auch heute noch ein große Bedeutung beigemessen", bestätigt auch die DGE in ihrem Bericht. Der Tisch als Treffpunkt zum Tagesabschluss kann ein fester Ruhepol werden, um den sich das quirlige Alltagskarussell dreht. Ganz nebenbei werden auch soziale Fähigkeiten trainiert: Andere zu Wort kommen zu lassen, höflich oder rücksichtsvoll zu sein oder einfach zu spüren, wie wärmend Familienzusammenhalt sein kann. Manchmal jedoch birgt der Familientisch auch Zündstoff. Schnell legt jeder sein persönliches Sorgenpäckchen sprichwörtlich auf den Tisch und es wird geklagt oder gestritten.




